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Der Maulwurf und die Schnecke

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Eine amüsante Kindergeschichte für eine fantastische Zeit

Es war einmal ein Maulwurf, der sich aus seinem Maulwurfshügel reckte und sich dabei auf den ersten Blick verliebte in eine Schnecke. Er sah sie sitzen auf einer Treppe, gleich neben seiner Lieblingshecke, unter der er sich selbst bei Angst immer versteckte.

Er rief seinen besten Freund zu sich, die dicke, fette Zecke namens Kecke und erzählte ihm von der von ihm erblickten wunderschönen Schnecke. „Wie bitte mein lieber Freund? Ich erschrecke, du bist wahrhaftig verliebt in die kesse Schnecke Klosette?!“, meinte des Maulwurfs bester Freund. „Ja, Kecke, sogar so sehr, dass ich muss vor lauter Aufregung ständig und andauernd zur Toilette.“, gab der Maulwurf zu.

Die Zecke glaubte kaum, was sie da hörte, aber sie zeigte ihrem Freund nicht, dass sie dies empörte. Ein Maulwurf und eine Schnecke? Was hätte das für einen Zwecke?! Der Maulwurf, der hat doch einen an der Plakette, dachte sich die Zecke Kecke.

Da der Maulwurf aber sein innigster Freund war und dieser nun mal unsterblich verliebt war in die kesse Schnecke Klosette, überlegte die Zecke. Sie überlegte hin und her, kreuz und quer, bis ihr kam eine Idee, ein Einfall!

© creativomedia
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„Lieber Freund Maulwurf, ich tippe darauf, du traust dich nicht, Klosette zu erzählen, wie sehr es dir mit ihr pässte!“, sagte die Zecke zu dem Schwerverliebten der Schnecke. Einen Plan hegte Kecke. „Echt jetzt Zecke? Du willst eine Wette?“, fragte der Maulwurf.

„Ja, mein fast blinder Erdfreund: um eine alte, rostige Fahrradkette von mir für dich, wenn ich verliere und um die neue, noch glitzernde, funkelnde, silberne, gerade von dir errungene Pinzette von deinem riesigen heiß geliebten Krimskramsberg, wenn du verlierst für mich.“, schlug die Zecke dem Maulwurf ihr Geschäft vor.

Die Zecke wusste, wie sehr sein Freund Plunder liebte und seine Habgier danach stets über seinen Verstand siegte. So behielt die Zecke auch dieses Mal recht, denn kaum hatte sie ihren Kopf kurz gedreht nach rechts, war der Maulwurf nämlich auch schon auf der Treppe neben seiner Lieblings-Angst-Versteck-Hecke, wo saß seine angebetete Schnecke, die Klosette.

„Hallo, du liebreizende, mich mit deiner Silhouette begeisternde Schnecke namens Klosette.“, traute sich der Maulwurf was, als er ansprach die Dame mit ihrem eigenen Haus auf dem Rücken, die ihn brachte zum Entzücken.

Die Schnecke schaute sich an, von oben bis unten des Maulwurfs Skelette und meinte dann nur: „Ach, wenn ich doch nur nicht solche starken, beißenden Kopfschmerzen hätte.“

„Ich kann dir helfen, liebe Schnecke, denn ich habe in meinem Maulwurfshügel auf meinem Krimskramsberg noch versteckt eine Kopfschmerzkautablette!“, bot der Maulwurf seiner geliebten Schnecke seine Hilfe an und erhoffte sich von dieser ein „Ja“ dann.

„Ok, lieber unbekannter Maulwurf, ich hätte sie gern Ihre Bulette, wenn diese vermag mir zu helfen.“, meinte die Schnecke. „Nein, nicht doch Bulette, sondern Kopfschmerzkautablette!“, verbesserte der Maulwurf seine für ihn traumhaft schöne Schnecke Klosette.

„Dann, lieber Maulwurf, möchte ich dich bitten, hole mir doch die Kopfschmerzkautablette aus deiner Maulwurfwohnstätte!“, meinte die kopfschmerzgeplagte Schnecke mit zugekniffenen Augen. Der Maulwurf ließ sich nicht zweimal bitten!

Er machte sich auf zu seinem Hügel und das so, als hätte er plötzlich Flügel. Schnell holte er, was seine Liebste brauchte und dann sah er zu, dass er schnell wie der Wind wieder zu ihr sauste.

„Hier bitte, liebe Klosette, die von mir dir versprochene Kopfschmerzkautablette!“, sagte der Maulwurf zur Schnecke und legte ab vor ihr die Tablette. “Vielen Dank, du lieber Maulwurf!“, antwortete die Klosette und biss ein Stück nacheinander ab von der Tablette, in der Hoffnung, dass diese wirklich schnell ihr Schneckenwohlbefinden rette.

© creativomedia
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Die Schnecke sollte nicht enttäuscht werden und bald setzte die tatsächliche schmerzlindernde Wirkung ein. Das fand die Klosette fein. Sie öffnete ihre Augen wieder und bekam zum ersten Mal den hilfsbereiten Maulwurf zu sehen, was zur Folge hatte, dass es war auch gleich sofort um sie geschehen. Auch sie hatte sich nun verliebt auf den ersten Blick, nämlich in den liebreizenden Maulwurf, neben sich auf dem Tritt.

„Liebe Schnecke Klosette jetzt, wo es dir schon viel besser geht, gäbe es da noch eine Frage, die ich dir noch gerne gestellt hätte!“, sprach der Maulwurf und traute sich schon wieder was.

„Nur los, stelle mir deine dir so auf der Seele brennende Frage, bevor ich mich noch beklage!“, erwiderte die Schnecke. Schüchtern und mit auf dem Rücken liegenden, verschränkten Armen wagte der Maulwurf sie dann zu fragen: „Liebe Klosette, willst du mit mir jeden Tag das Leben genießen und beobachten wie die Blumen jedes Jahr im Frühling neu aus dem Boden sprießen? Liebe Klosette, willst du mir als meine Freundin behilflich sein, beim Nicht-Alleinesein?! Liebe Klosette, willst du zusammen mit mir alt werden und für jeden Tag unseres gemeinsamen Glückes einen Strich in einen Holzstamm kerben?“

Die Schnecke überlegte nicht lang und dann war ihre Antwort dran: „Ja, warum nicht? Denn einsam bleiben will ich nicht!“, antwortete sie mit einem verzückten Lächeln im Gesicht.

So kam es, dass die Wette der dicken, fetten Zecke Kecke, doch noch erfüllte ihre Zwecke, denn am Ende trug die Schnecke Klosette eine Brautschleppe und der Maulwurf als Zylinder eine Stiefelette. Der Maulwurf und die Schnecke wurden Mann und Frau und heirateten im nächsten Morgentau.

Am Ende vom Ende wurde, wie gewünscht von des Maulwurfs Braut Klosette gespielt während der Hochzeitsfeier Musik auf der Klarinette und festgehalten für die Ewigkeit wurde alles auf einer Videokassette, nämlich die Hochzeit des Maulwurfs und der Schnecke.

Ende

Geschrieben von:
Christin Bösch
creativomedia GmbH
Hafnergasse 1
9620 Hermagor
04282 29203

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