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Alle Wege führen nach Rom, sagt ein altes Sprichwort. Soweit wollen wir heute aber gar nicht. Es genügt ein Weg zum eigenen Grundstück. Das klingt logisch: Zugang zu meinem Grundstück werde ich wohl haben. Stimmt, faktisch komme ich sicher hin, aber rechtlich? Besteht in juristischer Hinsicht ein Zugangsrecht? Oder mehr noch, ein Zufahrtsrecht? Das ist nicht so selbstverständlich, ganz im Gegenteil, das ist sehr oft Gegenstand länger Auseinandersetzungen.

Stellen Sie sich vor, bei der Besichtigung ist noch alles  in Ordnung, Sie fahren hin, die Zufahrt scheint in Ordnung, der Nachbar grüßt sehr freundlich, Sie wollen kaufen und alle sind glücklich. Besonders der Verkäufer.  Sie kaufen, werden im Grundbuch eingetragen. Dann fahren Sie wieder hin. Plötzlich hängt quer über die Straße eine Kette mit Schild “Durchfahrt verboten” (wenn es nicht ganz so schlimm ist, steht darunter vielleicht noch “Zugang gestattet”). Und der Nachbar ist nicht mehr so freundlich. Er erklärt Ihnen, dass die Straße in seinem Eigentum steht. Für € 100,- pro Monat dürfen Sie die Straße benützen. Die gleiche Regelung hatte er mit dem Verkäufer. Im schlimmsten Fall würde er sagen, er lässt Sie gar nicht fahren. Jetzt sind nicht mehr alle glücklich (bis auf den Verkäufer), Sie haben sich das ganz anders vorgestellt und Zusatzkosten oder Wegegebühren sind überhaupt nicht eingeplant. Die Freude über das neu gekaufte Grundstück schwindet…

Was nun? Sie können dem Nachbar die Wegegebühr zahlen und hoffen, dass Sie mit ihm eine schriftliche Vereinbarung zu Stande bringen, Sie können den Verkäufer klagen (auf Rückabwicklung des Vertrages oder Schadenersatz) und hoffen, dass Sie den Prozess gewinnen – wenn der Verkäufer überhaupt noch im Lande ist! Sie können den Vertragsverfasser klagen (offenbar waren Sie nicht beim Notar). Alles sicher nicht so angenehm und zunächst mit weiteren Kosten und Nervenaufreibung verbunden. Und ob es zu dem von Ihnen gewünschten Ergebnis führt, liegt in der Hand des Gerichtes. Auf jeden Fall aber können Sie das neue Grundstück für lange Zeit nicht so nutzen, wie geplant. Eine genaue Abklärung vor Vertragsabschluss ist daher unerlässlich!

Grob kann man drei Arten von Wegerechten unterscheiden:

  • Die im Grundbuch eingetragenen, die sogenannten außerbücherlichen Wegerechte und die Notwegerechte.
  • Der Idealfall ist das im Grundbuch eingetragene Recht. Nächstes Monat werde ich Ihnen die weiteren Unterschiede erläutern und zeigen, worauf zu achten ist.
  • Gerne informiere ich Sie auch persönlich. Entweder telefonisch, bei den Sprechstunden oder in meiner Kanzlei.

Sprechstunden 

Am ersten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde Gitschtal (9.30 – 11.30 Uhr) und am zweiten Dienstag eines Monats im Gemeindeamt der Gemeinde St. Stefan im Gailtal (7.30 – 9.30 Uhr).

 

Zusatzinformation:
Alle Berichte des Notariates Hermagor beziehen sich auf die Rechtslage, die zum Erscheinungstag des Artikels gültig ist/war. Nachträgliche Änderungen der Gesetze werden nicht eingearbeitet. Die Berichte dienen lediglich zur Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Eine Haftung oder Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.

ÖFFENTLICHER NOTAR
Markus Traar

10. Oktoberstraße 4
9620 Hermagor

Telefon: +43 42 82 21 82
Fax: +43 42 82 21 82 4
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