© werbeagentur as1 - j.j. strauch
© werbeagentur as1 - j.j. strauch
Dieses Portal wird gesponsert von:

In den letzten beiden Monaten habe ich Ihnen an dieser Stelle berichtet, welche Rechtsfolgen mit einer Heirat oder Verpartnerung verbunden sind (im Hinblick auf das Ehegüterrecht und das Erbrecht). Beenden wir diese kleine Serie des romantischen Herbstes jetzt mit der Trennung. Was passiert im Fall der Ehescheidung oder der Trennung von Lebensgefährten? Ganz schnell lässt sich diese Frage im Hinblick auf Lebensgefährten beantworten: Rechtlich passiert gar nichts. Wie schon erwähnt, regelt der Gesetzgeber die Lebensgemeinschaften so gut wie gar nicht.

Und da liegt auch das Problem. Wer weiss noch, welche Leistungen von wem getätigt wurden? Wer was bezahlt hat? Wie bekommt die/der aus dem Haus “Geworfene” wieder das zurück, was sie/er im guten (und leider oft naiven) Glauben an die ewige Beziehung in das Haus investiert hat? € 20.000,– für die Renovierung der Wohnung? Wer hat das aufgeschrieben? Schon zehn Jahre her? – Was ist das heute noch wert? Wurde das nicht alles “verwohnt”, weil keine Miete gezahlt wurde? Was wurde geschenkt, was gemeinsam gekauft und überhaupt, wem gehören jetzt die Küchengeräte (die Arbeitsplatte kann ja schwer mitgenommen werden)?

Fragen über Fragen, die sich im Fall eines Konfliktes nur sehr schwer lösen lassen. Das Einzige, das ganz klar ist: Das Haus/die Wohnung gehört demjenigen, der als Eigentümer im Grundbuch steht. Ganz egal, wer wieviel bezahlt hat! Im Gesetz ist zwar noch geregelt, dass derjenige, der in fremdes Vermögen investiert, einen Anspruch auf Rückersatz hat; das alleine löst aber noch nicht alle obigen Fragen. Insgesamt ein wunderbar breites Feld für Streitigkeiten aller Art. Abhilfe kann hier nur ein rechtzeitig (vor grösseren Investitionen) abgeschlossener Vertrag der Lebensgefährten. Ein Vertrag darüber, was im Trennungsfall gilt (“Partnerschaftsvertrag”). Im Eherecht läuft das ein bisschen anders: Hier regelt das Ehegüterrecht relativ gut, wie Mann und Frau sich finanziell zu trennen haben. Idealerweise gibts sogar einen Ehevertrag. Dann bleibt wenig Platz für Konflikte. Und immerhin besteht ja auch noch die Möglichkeit einer einvernehmlichen Scheidung.

Auch hier ist der Notar der kompetente und unabhängige Partner, der für eine Trennung “in halbwegs friedlicher Atmosphäre” sorgen kann. In einem Scheidungsvergleich erfolgt die vermögensrechtliche Aufteilung und auch die Unterhaltsansprüche (Kindesunterhalt und Ehegattenunterhalt) werden geregelt. Sollten Sie am Ende Ihres eigenen romantischen Herbstes angelangt sein, zögern Sie nicht, sich beraten zu lassen. Und sollten Sie am Anfang aller Romantik stehen: Alles Gute! Aber lassen Sie sich trotzdem beraten!

Ich stehe Ihnen gerne persönlich und telefonisch zur Verfügung, auch an den Amtstagen in Weissbriach und in St. Stefan, ansonsten in meiner Kanzlei in Hermagor.

Zusatzinformation:
Alle Berichte des Notariates Hermagor beziehen sich auf die Rechtslage, die zum Erscheinungstag des Artikels gültig ist/war. Nachträgliche Änderungen der Gesetze werden nicht eingearbeitet. Die Berichte dienen lediglich zur Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung. Eine Haftung oder Gewährleistung für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen.